Automatisierung für Alle(s)

Automatisierung für Alle(s):

Auch die Automatisierung geistiger Arbeit soll nun in verstärktem Masse in Angriff genommen werden, um nicht zu sagen, dass dieser Prozess schon stark zugange wäre, befindet mit dieser Kernaussage Redakteur Ulrich Clauß von der Welt [1].

Nur Personaler, Personalvermittler und Mediziner würden davon ausgenommen bleiben.

Hierbei scheint ihm entgangen zu sein, dass schon 1972 ein Expertensystem namens Mycin fertiggestellt wurde, das zur korrekten Einsetzbarkeit von Antibiotika eingesetzt wird.

Dieses Expertensystem scheint allerdings bei den Ärzten leider keine Akzeptanz zu besitzen, setzt es doch wohl quasi kein Arzt ein, obwohl es dann sicherlich viele Leben retten könnte.

Ein ähnliches „Akzeptanzproblem“ wurde unlängst bei den Führerständen von Lokomitiven im Eisenbahnverkehr konstatiert. Diese Führerstände sind nach weitgehend einhelliger Meinung schon lange automatisierbar, und in Lille in Frankreich läuft schon Jahrzehnte eine U-Bahn ohne Fahrer.

Auch für andere Bereiche ließe sich aufführen, dass hier bei weitem völlig andere Automatisierungsgrade machbar wären.

Es handelt sich also offensichtlich nicht wirklich um ein euphemistisch als solches deklariertes Akzeptanzproblem, sonder viel eher um ein Verhinderungsproblem, das ggf. noch im Detail zu analysieren sein wird.

[1] http://www.welt.de/debatte/kommentare/article140410380/Nun-wird-die-gedankliche-Arbeit-mechanisiert.html

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Die Bewertung von Stellenangebots-Statistiken

Die Bewertung von Stellenangebots-Statistiken

liefert durch die blanken Arbeitsmarktzahlen der Jobbörse der dt. Arbeitsagentur kein brauchbares Bild, wenn man folgende Faktoren mit einbezieht:

Der Anzahl der tatsächlich verfügbarer Stellen nähert man sich an durch Abzug von u.a.
-nicht gelöschten Stellenangeboten
-Stellenangeboten, die zu Testzwecken eingestellt wurden
-Vorrats-Suchen, d.h., es werden Angebote eingestellt, die nicht wirklich aktuell zu besetzen sind, deren Billigbesetzung durch günstige Fachkraft allerdings Vorteile verspräche. Man sucht also auf Vorrat und schaut sich einmal an, was sich so meldet.
-Doppelmeldungen, die durch Variation der Jobkriterien die Streuweite erhöhen sollen.
Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass verschiedene private Vermittlungsfirmen, die kooperieren, auch entsprechend unter verschiedenem Namen die gleiche Stelle inseren können.

Hieraus folgt insgesamt:
Die Zahl der tatsächlich nicht existierenden oder nicht zur Verfügung stehenden, also fiktiven Stellen dürfte nicht unerheblich sein.

 

Auf der anderen Seite muss auch davon ausgegangen werden, dass sog. Bewerberprofile ggf. mehrfach für einen Bewerber vorhanden sind. Es kann also nicht zwingend von der Zahl der Profile auf die reale Zahl der Bewerber geschlossen werden.

 

Weiterhin wird die Ermittlung  der tatsächliche Anzahl der Bewerber im Falle der Jobbörse der Arbeitsagentur in vielen Fällen dadurch verhindert, dass nur max. 200 Suchtreffer angezeigt werden.
Dies hat dann leider auch ganz zufällig zur Folge, dass für gewisse Bereiche nicht wirklich ermittelt werden kann, ob tatsächlich Fachkräftemangel herrscht.

 

Es verbleibt also leider festzustellen, dass aus diesen Zahlen keine aussagekräftigen stellenmarktorientierten Einsichten zu gewinnen sind. Was vermutlich nicht wirklich zufällig so ist.

 

 

 

AA Statistik-Einblick 2015-05-01

AA Statistik aktuell 2015-05-01

Bewerberprofile: 3.044.175

Inserierte Stellen: 903.806

Ausbildungsstellen: 253.460


Aufschlüsselung nach Bereich, beginnend mit der größten Angebotsanzahl:

Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau: 134060 Stellenangebote

Hilfstätigkeiten rd. 76100 Stellenangebote

Büro, Wirtschaft, Verwaltung rd. 72.000 Stellenangebote

Gesundheit, Medizin, Pflege, Sport rd. 71.700 Stellenangebote

Bau, Architektur, Vermessung rd. 68.600 Stellenangebote

weit abgeschlagen aus der sog. hoch-unterbelegten Fachkräfte-Branche:

IT, DV, Computer, Mathematik: rd. 27.900 Stellenangebote

—————————–

Man beachte, dass mit Stellenangeboten explizit gemeint ist, dass diese inseriert sind und NICHT, dass diese tatsächlich zur Verfügung stehen.

Wertvolle Details zur Verwertbarkeit solcher Zahlen finden sich in

https://jobzin.wordpress.com/2015/05/01/die-bewertung-von-stellenangebots-statistiken

Gehaltsstrukturen: Verbeamtet 500€ mehr als nicht verbeamtet

Gehaltsstrukturen: Verbeamtet 500€ mehr als nicht verbeamtet Quasi-Zitat: „Angestellte, die nach Tarifvertrag der Länder (TV-L) entlohnt werden, verdienen bis zu 500 Euro brutto weniger als verbeamtete Mitarbeiter.“ [1] Ein wesentlicher Aspekt des Beamtentums stellt die dem verbeamteten Mitarbeiter qua Beamtenstatus zur Verfügung gestellte Sicherheit dar. Diese Sicherheit ist durchaus in Geldeswert zu bemessen, so dass sich hieraus ein de-facto-Gehaltsaufschlag ergibt. Der verbeamtete Mitarbeiter hat nicht die Unsicherheiten und Anforderungen des freien Arbeitsmarktes zu tragen, braucht sich auch nicht um Tendenzen auf eben diesem Markt zu kümmern, die seine Arbeitsplatzsicherheit gefährden könnten. Somit ergibt sich durch die hier zu beobachtende Bezahlungsstruktur der verbeamteten Mitarbeiter eine Inversion des Grundgedankens der Bezahlungshöhe nach anzuwendenden Bemessungskriterien. Aus dem Umstand, dass es sich bei den nicht-verbeamteten Mitarbeitern noch um Mitarbeiter im Integrations- und im Versorgungsamt der Stadt Hamburg handelt, ergibt sich aufgrund der von einem öffentlichen Arbeitgebern zu erwartenden Sorgfaltspflicht eine besondere Pikanterie. Die hier zu verortende Schieflage bewerte ich als sehr erklärungsbedürftig. [1] http://www.welt.de/regionales/hamburg/article140144571/Inge-Hannemann-will-wissen-was-Kollegen-verdienen.html

Arbeitsmarkt-Politik: IW-Chef Hüther fordert mehr Flüchtlinge für deutschen Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt-Politik 2015/4:

IW-Chef Hüther fordert mehr Flüchtlinge für deutschen Arbeitsmarkt

Insbesondere wird beklagt, dass Arbeitskräfte-Wanderung zur Zeit wesentlich nur innereuropäisch erfolgt.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article140115933/IW-fordert-mehr-Fluechtlinge-fuer-deutschen-Arbeitsmarkt.html

Stichprobe P01 in die reale Jobwelt: Komfortjob

Stichprobe P01

liefert einen unrepräsentativen Realeinblick ( © ) durch autodeskriptive Selbstbetrachtung der Beprobten. Zusammenfassung der wesentlichen Punkte (Originalbeleg vorfindbar unter [1]) ergibt:

1. „Teammeeting mit bestem Kuchen. Die Reservierung des Besprechungsraumes scheint zu kurz“. [Anm.d.Beprobungsleiters: Es ist dem Anschein nach davon auszugehen, dass die als subjektiv zu beurteilende Wahrnehmung der als defizitär zu kurz wahrgenommen Besprechungsraum-Reservierungszeitspanne mit der ebenso subjektiv wahrgenommenen Güte des Kuchens korreliert]

2. „Nach Meeting Rezeptsuche im Internet“ [Anm.d.Beprobungsleiters: Keine Anmerkung ]

3. „Besuch bei Aldi mit eingeschoben vielosofischen Einlassungen“

4. „Zu Mittag Kuchen mit Fleisch und weitere Baileystorte “

5. „Folgend der Versuch, den Tag zu überstehen“

6. „Wegen zeitlichen Mismatches mit Frau P. nicht zu klärender Klärungsbedarf auf morgen verschoben“

7. „Beendung des Arbeitstages, gestiefelt und gesportes Anlehnen an Türrahmen des Arbeitsraums der Klärungsbedürftigen“ [Anm.d.Beprobungsleiters: Der Türrahmen kann auch zu einem anderen Raum gehört haben, semantisch nicht wirklich eindeutig, aber wahrscheinlich ]

Die Eingangsbemerkung des beprobten Eintrages, Zitat:

„Ich dachte eigentlich, ich gehe heute wieder zum Arbeiten ins Büro. Ich war auch da. Nur mit dem Arbeiten war es schwierig.“

kann daher als realistisch Einschätzung angesehen werden.

[1] http://floravonwegen.blog.de/2015/04/07/grosse-fressen-bitte-20225679/

Hallo arbeitende Welt,

und wieder erwächst aus dem Dunkeln des unendlich grossen verborgenen Blogoversums ein neuer Blog -diesmal allerdings anders als die anderen-  zur Beleuchtung des Themas Jobs, Arbeit, Arbeitswelt und alles was so dazugehören könnte.

Da dieser Blog besonders wichtig sein wird, unendliche unbekannte Neuigkeiten verkünden wird und auch ansonsten anders und besonders wird wie fast jeder andere Blog,  bekommt er dementsprechend einen besonderen Titel – einen der der Gewichtigkeit des Themas, der Autorenschaft und allem anderen genügend Genüge tut:

Das

>>   Jobzin   <<

tritt in das Licht der Welt.

Viel Spaß beim Betrachten, Wundern, Ärgern und Nachdenken 😉