Stichprobe P02 in die reale Jobwelt: Komfortjob

So mancher träumt nicht nur davon, an seiner Arbeitsstelle auch hin und wieder etwas Freizeit einbauen zu können.

Es gibt sie tatsächlich, die Glücklichen die dies schon auf die eine oder andere Art geschafft haben oder zugestanden bekommen.

Ein schönes Beispiel mit unerwarteten Folgen findet sich bei einem Arbeitstätigen aus der Sicherheitsbranche, dem unter anderem wohl das Zu Viel an Freizeit die Motivation zu einem Jobwechsel gab, so er sagte:

„Wenn ich jetzt noch Polizeibeamter wäre, würde ich mit Sicherheit irgendwo in einem warmen Büro sitzen, die Füße hochlegen und zu gegebener Zeit ein Weißbier aufmachen    „….
„es ist nur die Frage ob man so ein Berufsleben will. Ich wollte das schon damals nicht. Das hat mich nicht befriedigt.“[1]
Der Mann hat dann ein Bordell in Bayern aufgemacht.

Der Tausch eines berufssicheren Berufes mit hoher Absicherung – eben als Beamter – gegen einen Beruf mit nicht nur möglicherweise finanziellen, sondern auch gesundheitlich wesentlich höheren Risiken nötigt die Deutung bezüglich eines Aspektes ab, indem es auf schön kontrastierende Weise eine Abwägung einfordert:
* Ist das Aufgeben eines Jobs, der monetär unter Einrechnung der geldwerten Aspekte des sicheren Beamtenlebens zuzüglich der nicht wirklich mit akuter Arbeit verbrachter Arbeitszeit sehr gut ausgestattet ist ( und damit der Verzicht von erheblichen Zuwendungen seitens des Staates ) moralisch höher zu werten als die Annahme eines Jobs, der aus vielerlei Hinsicht von vielen als unmoralisch betrachtet wird, anders herum aber auch vielen ein erleichtertes Leben verschafft?

[1]
http://www.welt.de/vermischtes/article148121306/Wie-der-Kriminalpolizist-zum-Bordell-Chef-wurde.html

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